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Michéle, Rebecca - Das Flüstern der Wände

Antworten im Thema: 0 » Der letzte Beitrag (14. Mai 2015, 10:18) ist von Joseline.

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Donnerstag, 14. Mai 2015, 10:18

Michéle, Rebecca - Das Flüstern der Wände

Autor: Michéle, Rebecca
Titel: Das Flüstern der Wände
Verlag: Dryas
Erschienen: 26. Februar 2015
ISBN 10: 3940855618
ISBN 13: 978-3940855619
Seiten: 362 Seiten
Einband: Taschenbuch
Preis: 11,95 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Cornwall 1940: Um den Bombenangriffen auf London zu entgehen, bringt Robert Carlyon seine Familie nach Cornwall, wo sie auf dem Landsitz Higher Barton eine Bleibe finden. Während Roberts Frau und sein Sohn sich zunächst schwer in das Landleben einfügen, ist die siebzehnjährige Eve von dem Herrenhaus sofort begeistert. Doch nachts meint sie, jemanden ihren Namen rufen zu hören. Eve erfährt, dass Mitte des 19. Jahrhunderts die junge Evelyn Tremaine spurlos verschwunden ist. Seitdem soll ihr Geist in den Mauern umgehen. Welches Geheimnis birgt Higher Barton und welche Rolle spielt der alte Lord Tremaine? Eve beginnt nachzuforschen und stößt auf eine unglaubliche Geschichte, die auch ihr eigenes Leben nachhaltig verändern wird.

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf die Geschichte um Evelyn Tremaine, denn schließlich gab es ja schon einige Andeutungen in der "Mabel Clarence"-Reihe über sie und das gewisse Evelyn halt auf Higher Barton spuken soll. Nun kommt hier noch Eve mit ihrer Familie hinzu, denn deren Vater schickt sie zu Verwandten nach Cornwall in eben dieses Herrenhaus, weil es in London momentan einfach zu gefährlich für sie ist, da die Stadt regelmäßig bombadiert wird. Eve hat nachts auf jeden Fall seltsame Träume, hört sie doch immer wie der Name "Evelyn" gerufen wird, als sie dann noch die Gerüchte hört, die im Dorf über Evelyn und Higher Barton kursieren ist ihre Neugierde geweckt, doch ihre Verwandten sind nicht sehr mitteilsam, haben sie etwa was zu verbergen?!

Eve fand ich total sympathisch, sie ist sehr aufgeweckt, nicht auf den Mund gefallen und macht nicht unbedingt immer das was man ihr sagt, aber das ist bei gewissen Dingen auch ganz gut so, wenn ich ehrlich bin. Ansonsten mochte ich Billy noch ganz gerne und n der Vergangenheit ganz klar Evelyn, Sean und Richard. Eves Vater fand ich auch erst ganz nett, aber wie er dann mit Eve umspringt, obwohl sie ja nicht mal mehr was gesagt hat, war echt unmöglich und auch Helen hat sich bei mir leider unbeliebt gemacht, weil sie immer sofort ausweichend, laut und bestimmend wurde, wenn es mal um Evelyn ging. Ich denke das hätte man auch anders lösen können, vor allem, ist so ein Verhalten ja auch gar nicht auffällig, wenn man vorher immer nett und rücksichtsvoll war.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal gibt es halt Eves (1940) und dann auch noch die von Evelyn (1850), so daß man etwas mehr über sie und ihr Leben erfährt und für ihre Zeit war Evelyn auf jeden Fall einige Schritte voraus. Wie sie sich in einer Männerdomäne auskennt und auch mitmischt fand ich echt bemerkenswert, auch wenn man ihr immer mal wieder Steine in den Weg legen will. Vor allem ihre Stiefmutter Clarissa sieht das ja alles überhaupt nicht gerne und würde sie lieber verheiratet sehen. Für Evelyn habe ich mir immer ein gutes Ende gewünscht, denn es kann damals ja alles mögliche vorgefallen sein, aber ob das auch so eingetreten ist wie ich es gerne gehabt hätte sage ich natürlich nicht, das soll schon jeder selbst lesen.

Das Buch läßt sich auf jeden Fall gut und flüssig lesen, ich war auch recht schnell durch, weil ich immer wissen wollte wie es denn nun weitergeht, ob nun mit Eve oder mit Evelyn, da ich halt beide recht gerne mochte und immer mit ihnen mitgefiebert habe. Nur zweimal hat Evelyn sich meiner Meinung nach etwas falsch verhalten, aber dazu schreibe ich jetzt nichts genaues, da es einfach zu viel verraten würde. Wenn man die "Mabel Clarence"-Reihe kennt oder sie mal beginnen möchte, dann kann man "Das Flüstern der Wände" am besten nach dem vierten Band der Serie lesen, denn da paßt es perfekt hin, wie man auch an dem Schluß in "Ein tödicher Schatz" merkt. Aber auch als eigenständiges Werk läßt es sich sicher gut lesen, denn da es ja zeitlich vor der "Mabel Clarence-"Reihe spielt gibt es natürlich nicht so viele Andeutungen, auch wenn man schon etwas mehr über Higher Barton, die Minen usw. weiß und am Ende gibt sich auch noch ein Charakter, den recht gerne mag, die Ehre, was dann wieder eine schöne Überleitung zu den Krimis ist.

Von mir gibt es