Hallo zusammen,
heute möchte ich einmal - wie in der Überschrift schon kryptisch angedeutet -
eine Lanze für Pastellmalerei auf Velourpapier brechen.
Velour- oder Samtpapier verdankt seine weiche pelzige Konsistenz einer dünnen
Schicht aus feinsten Härchen, die die Pastellmalerei zu einem ganz einmaligen
Erlebnis macht. Es wirkt als würdet Ihr auf ganz zarten Stoff malen.
Zwar werden dadurch die Konturen unscharf aber wenn man diesen Effekt zu nutzen weiß,
ist dass (paradoxer Weise?) sogar ein großer Vorteil. Die sprezzaturahafte Weichheit und zart verschwommene
Atmosphäre entfernter Landschaften oder nebeliger Herbststimmungen etwa kommt bei Samtpapier ganz besonders zu tragen.
Außerdem haften die Farbpigmente besonders stark an den feinen Härchen des Papiers,
wodurch der gefürchtete Verwischeffekt nicht so stark zu tragen kommt. Pastelle auf Velourpapier
sollten zwar sorgfältig aufbewahrt werden, sind aber weit nicht
so empfindlich wie Pastelle auf gewöhnlichen Papier oder Karton.
Abschließend ist noch zu sagen, dass diese Art der Pastellmalerie zwar wunderbar für Landschaftsmalerei eignet,
bei Menschenbildern oder exakten Abbildungen (Stillleben, etc...) allerdings nicht ganz so zu empfehlen ist.
Ein paar Beispiele zum Schluss:
Landschaft bei Traunsee
Ziehende Wolken der Herrlichkeit
Phantasielandschaft
Roter Riese